Als die Gemeinde Egelsbach eine Unterkunft für Asylbewerberinnen und Asylbewerber am Rande der Gemeinde eröffnete, merkten wache Bürgerinnen und Bürger schnell, dass dort Menschen unter sehr beengten Verhältnissen „geparkt“ werden. Aber Menschen, das wussten sie, kann man nicht einfach abstellen. Sie brauchen mehr zum Leben. Deshalb gründeten sie den „Arbeitskreis Flüchtlinge“. Sie wollten den Menschen in ihrer neuen und völlig unbekannten Umgebung praktische Lebenshilfe geben. Doch Vieles ihrer Initiative blieb im nervigen Behördendschungel stecken oder konnte aufgrund mangelnder Einflussmöglichkeiten nicht realisiert werden. Sie erkundigten sich nach Möglichkeiten weitergehender Begleitung und Betreuung und stießen auf die „Christliche Flüchtlingshilfe Mörfelden/Walldorf gemeinnützige GmbH“. Sie betrieb damals drei Häuser, in denen Flüchtlinge lebten.

Damit stand das Vorbild vor Augen. Die Bürgerinitiative sprach die evangelische und katholische Kirchengemeinde an und gewann sie für das Projekt der Christlichen Flüchtlingshilfe. Da der finanzielle Rahmen für die Gründung der gemeinnützigen GmbH die beiden Gemeinden überfordert hätte, traten das evangelische Dekanat Dreieich und der Caritasverband zur Seite und im Jahr 1991 die evangelische Kirche Erzhausen.

So entstand das Modellprojekt in ökumenischer Zusammenarbeit, das über unsere lokalen Grenzen hinweg seit über 25 Jahren Beachtung und Anerkennung findet. In den vielen Jahren hat sich gezeigt, dass die Chance, die die Flüchtlinge in unserm Haus erhalten, für sie den Neubeginn erleichtern, die Lebenssicherheit und ein normales Leben steigert. Die Projektidee wurde somit in der Praxis vielfach bestätigt.

 

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