"Die Deutschkurse für Asylbewerber und Flüchtlinge, die seit Mitte November in der VHS in Egelsbach stattfinden, sind eine echte Herausforderung an alle Beteiligten. Nicht nur was die Organisation der Kurse anbelangt, sondern auch und vor allem für die Unterrichtenden und die Lernenden." Das berichtet Hartmut Petersen, der sich als Deutschlehrer engagiert. Hier ist sein Bericht:

Man stelle sich vor, dass man sich auf einmal in einem anderen Kulturkreis befindet, in dem man sich schnellstmöglich zurechtfinden muss. Das geht ja nur über das Erlernen der Sprache. Und hier fängt für jeden Lernenden die Herausforderung an: Werde ich alles verstehen? Werde ich die neu zu lernende Sprache auch sprechen können? Wann kann ich die für mich neuen Buchstaben nicht nur entziffern sondern auch lesen und schreiben können? Fragen über Fragen….

Aber auch für die Unterrichtenden gilt es, die Herausforderung zu bewältigen, denn auch ihnen stellen sich Fragen über Fragen:

Wie viele Teilnehmer/innen werde ich in meinem Kurs haben? Wie kann ich einen erfolgreichen Einstieg nicht nur in die neue Sprache, sondern auch die neue Kultur gestalten? Wie steht es mit dem Leistungsgefälle und der Leistungsbereitschaft der Lernenden? Werde ich jeden Vormittag den von mir gewünschten Lernerfolg für die Gruppe auch erreichen? Und viele weitere Fragen….

Das Fazit nach ca. 6 Wochen ist ein sehr erfreuliches – und zwar für alle Beteiligten.

Die Kursteilnehmer/innen sind hoch motiviert, die für sie doch eher schwierige neue Sprache zu erlernen, sie geben ihr Bestes. Und sie stellen fest, dass sie sich schon in Alltagssituationen in ihrer neuen Umgebung nicht nur sprachlich einigermaßen zurechtfinden. Das vermittelt ihnen eine zunehmende Sicherheit….

Die Unterrichtenden spüren die Motivation der Lernenden und sind bereit, ihrerseits ihr Bestes zu geben und sich auch, soweit das im Kurs möglich und erforderlich ist, auf individuelle Lernsituationen einzustellen. Sie freuen sich mit den Kursteilnehmer/innen über deren Lernerfolg und kommen jeden Vormittag gerne in ihre Kurse.

Neudeutsch könnte man sagen, dass es sich um eine *Win-Win-Situation* handelt, die für alle Beteiligten hoch motivierend ist.

So geht der Dank an alle Beteiligten, auch und besonders an alle ehrenamtliche Helfer/innen, die nicht am Sprachunterricht beteiligt sind, aber im Hintergrund auch mit ihrem Einsatz zum Erfolg beitragen.

Somit haben sich alle eine erholsame Weihnachtszeit „verdient“ und ganz sicher freuen sich alle auf das Neue Jahr 2016.

 


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